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Willkommen auf meinem Blog. Hier berichte ich regelmäßig über fotografischen Aktivitäten und Beobachtungen. Obwohl ich mich immer bemühe alle Arten richtig zu bestimmen ist es leicht möglich das mir als interessierten Laien Fehler unterlaufen. Sollten Sie lieber Leser Ungereimtheiten endecken bin ich für einen Hinweis dankbar.

Singvögel beim Baden und Trinken

Die Badesaison 2014 ist eröffnet. Leider eignet sich nur das Frühjahr um brauchbare Fotos von der Badestelle zu machen. Später im Jahr wenn die Sträucher belaubt sind dringt nur mehr sehr wenig Licht durch. Den Anfang machen ein Rotkehlchen und ein Gimpelweibchen sowie ein Amselweibchen. Weitere Bilder folgen…


Buchfink1

BUCHFINK ♀  - © b.en 2014


Stieglitz2

Stieglitz Pärchen - © b.en 2014


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GRÜNFINK - © b.en 2014

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BLAUMEISE - © b.en 2014

Zaunkönig

ZAUNKÖNIG - © b.en 2014

Stieglitz1

STIEGLITZ - © b.en 2014

AmselW

AMSEL ♀ - © b.en 2014

Rotkehlchen

ROTKEHLCHEN - © b.en 2014


GimpelW

GIMPEL ♀ - © b.en 2014

Schon viele Male bin ich an dem kleinen Bach vorbeigeschlendert. Auffallend war immer eine Anzahl Singvögel die sich in dem Gewirr aus Brombeeren und Hecken aufhielten. Irgenwann begriff ich das die Vögel zum Baden und Trinken diesen Ort aufsuchen. Heuer (2013) habe ich es mir zum Ziel gemacht  fotografisch festzuhalten welche Arten so im Laufe der Monate hier vorbeischauen. Ein Seidenschwanz der völlig überraschend auftauchte, ein paar Schluck Wasser aufnahm und sofort wieder davon flog ging mir schon durch die Lappen. 

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STIEGLITZ - © b.en 2013


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GRÜNFINK ♂ - © b.en 2013

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BUCHFINK ♀  - © b.en 2013


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BLAUMEISE - © b.en 2013

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KOHLMEISE - © b.en 2013

FEUERFALTER - Großer

Ein gutes Vorkommen dieses Falters zu finden ist nicht leicht da sie bereits relativ selten geworden sind. Immer wieder spektakulär wenn sie die Flügel öffnen und ihr leuchtendes Orange zeigen. Jetzt fliegt die  Zweite Generation und diese ist wesentlich häufiger als die Erste. So an die 20 Falter konnte ich neben vielen anderen Bläulichen zählen. Interessant auch die Schlafgewohnheiten. Meist ruhen sie auf Grashalmen bläulingstypisch mit dem Kopf nach unten.


Feuerfalter2

Ein Männchen der 1. Generation

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Ein Weibchen der 2. Generation


GrFeuerfalter1

Keilfleck-Mosaikjungfer (Aeshna isoceles)

Einer der bleibendsten Eindrücke bezüglich Libellen hatte ich als ich das Erste Mal ein stehendes Gewässer in den Donauauen besuchte und plötzlich diese Spezies mit den tiefgrünen Augen wie ein Hubschrauber vor mir stand. Sie beäugte mich einige Sekunden lang um dann den Revierkontrollflug fortzusetzen. Da ich diese Art noch nie gesehen hatte wälzte ich zuhause die entsprechende Bestimmungsliteratur und es war dann sehr schnell klar das es sich um die oben genannte Libellenart handelte. Seither beobachtete ich diese Mosaikjungfer immer wieder und da sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Aeshniden immer wieder absetzt konnte ich sporadisch ein paar Fotos machen.

Keilfleckmosaikjungfer1

Die Keilfleck-Mosaikjungfer ist ab Mitte Mai an den Reproduktionsgewässern anzutreffen. Schlüpftermin also wahrscheinlich ab Ende April. Dann kann ich sie an schilfbewachsenen Stillgewässern regelmäßig antreffen. Interessant war das Verhalten bei einem Gewitter mit Regen. Erst als es wirklich in Strömen regnete flog ein Männchen in Richtung Bäume ab. Bis dahin war Fressen angesagt und auch starke Windböen vom nahenden Gewitter konnten es nicht davon abhalten. Meist findet man sie patrouillierend  am Gewässerrand oder sie sitzen an Schilfhalmen oder Blättern. Meist jedoch nur für kurze Zeit. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne beginnt das "Flügelzittern" und sie fliegt wenig später ab.

Keilfleckmosaikjungfer2

Auch am Abend kann man sie noch jagend im Revier antreffen wenn zum Beispiel von Anax imperator schon längst nichts mehr zu sehen ist. Die Beiden Arten treffen immer wieder aufeinander. Außer einigen kurzen Flugattacken gibt es keine größeren Reibereien.

Keilfleckmosaikjungfer3

Nur circa 2 Minuten brauchte dieses Männchen hier um in der Früh auf und davon zu fliegen.

Keine Zeit

Leider schaffe ich es momentan nicht jede Woche ein Bild der Woche hochzuladen. Das Leben fordert seinen Tribut und es gibt wichtigeres im Leben als einem Hobby nachzugehen. 

Grauspecht an der Winterfütterung

Nicht schlecht gestaunt habe ich als ein Weibchen plötzlich bei meiner Winterfütterung auftauchte. Seit Jahrzehnten besteht diese Futterstation im Garten meines Elternhauses und noch nie hat sich hier diese Spechtart blicken lassen. Sofort war mein Interesse geweckt und natürlich wollte ich ein Foto von diesem seltenen Gast machen. Das war jedoch ein schwieriges Unterfangen da ich nur am Wochenende wenige Stunden Zeit hatte. Die ersten Versuche scheiterten schon am Misstrauen des Spechtes über das Tarnzelt. Er war zwar in der Nähe kam aber erst gar nicht zur Fütterung. So saß ich Stunde um Stunde bei Minusgraden in dem blöden Zelt und der Erfolg war gleich Null. Nach einigen Wochenenden ohne zählbaren Erfolg bin ich dann durch den Einsatz eines Telekonverters doch noch zu den ersten Bilder gelangt. Mittlerweile dürfte er sich doch schon an das seltsame Gebilde (Tarnzelt) gewöhnt haben und am letzten Wochenende klappte es dann auch ohne Konverter. Schwierig war es immer vorherzusehen wann er auftauchen würde. Am ehesten noch in der Früh und am Abend wobei er in der Früh der Erste und am Abend der Letzte war. Interessant auch noch das der zwar kleinere aber agressivere Buntspecht immer die Oberhand behielt wenn es zu Streitigkeiten ums Futter kam. Zusammen gezählt habe ich gut und gerne 30 Stunden für die ersten brauchbaren Bilder in der Kälte verbracht. Ich bin schon gespannt ob er im kommenden Winter wiederkommen wird und hoffe das dies nicht die letzten Bilder der scheuen Dame waren.

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Grauspecht4

POLYOMMATES icarus versus PLEBEJUS ssp.

Heute stelle ich einen kleinen Vergleich der Beiden bezüglich Flügelfarben an. Beide Falterarten entstammen der 2. Generation und sind Männchen. Die Arten des Komplexes aus Plebeius argus/idas/argyrognomon sind schwer zu unterscheiden. Vermutlich handelt es sich hier um Plebejus argyrognomon. Allen Drei gemeinsam sind die "metallischen" Flecken an der Flügelunterseite. Bemerkenswert war noch die Tatsache das die beiden Arten unterschiedliche Nachtruheplätze bevorzugen. Während ich P. icarus an diesem Fundort fast immer auf vertrockneten Pflanzenstängel der Kamille vorfand, befanden sich die Ruheplätze von Plebejus 100m entfernt in Gräsern.

Plebejus ssp.


 Polyommatus icarus (ROTTEMBURG, 1775) - Hauhechel-Bläuling


Plebejus ssp.


 Polyommatus icarus (ROTTEMBURG, 1775) - Hauhechel-Bläuling

Grüne Flussjungfer und Sigma 2.8/150 OS

Beim Fotografieren von Flußlibellen hat man generell das Problem der schwierigen Perspektiven sollte die Libelle einigermaßen freigestellt sein. Man nimmt gewagte Posen ein und dadurch wird ein Ruhighalten der Kamera erschwert. Sucht man sich nun einen bewölkten Tag aus dann ist ein IS/OS doch sehr nützlich. Demzufolge habe ich mein 3.5/180 mm Makro verkauft und ein Sigma angeschafft. Zusätzlich hat sich die Kamera insofern geändert als nun ein Klappdisplay zur Verfügung steht. Die Versuche mit Liveview scheiterten jedoch allesamt da eine Beurteilung der Schärfe freihand bei hoher Außenhelligkeit sehr schwierig wenn nicht gar unmöglich ist (zumindest im Fall der Canon EOS 60D). Der IS/OS war jedoch schon brauchbar da zusätzlich eine 1.4 Telekonverter zum Einsatz kam. Da ich mit einem alten Sigma 2.8/150mm ohne OS schon mal schlechte Erfahrungen gemacht habe (nur abgeblendet einigermaßen scharf) war ich auf die Neuauflage mit OS sehr gespannt. Die Performance des jetztigen Exemplars ist in Ordnung. 

GFlußjungfer1


Das Gewässer ist auch heuer wieder gut mit dieser gefährteten Libellenart besetzt. Ein Schlupf war mir diesmal nicht vergönnt aber dafür hat es wieder einmal Freude gemacht sich mit diesen Tieren zu beschäftigen. Interessant sind für mich immer die Charaktere der einzelnen Individuen. Während manche frühzeitig die Flucht ergreifen sind andere relaxt und lassen ein Nahekommen bei entsprechend langsamen Bewegungen zu.  Ein Höhepunkt ist wenn man selbst zur akzeptierten Aussichtswarte des Reviers wird. Die Intensität der Grünfärbung ist auch sehr variabel. Wahrscheinlich altersabhängig gibt es von Blaßgrün bis Intensivgrün alle Varianten. 


HAUHECHELBLÄULING

Wohl der häufigste Bläuling hier in der Kiesgrube. Die bevorzugten Schlafplätze liegen in abgetrockneten Kamillepflanzen. Dort kann man sie am Abend in großer Zahl finden. Manchmal ist auch ein Großer Feuerfalter neben anderen Bläulingsarten dabei. Es war schon nach 19:00 als mir dieses Pärchen auffiel das wohl aufgrund der Wetterverhältnisse spät dran war. Das letzte Abendlicht und die überall in Blüte stehenden Goldruten sorgten für das passende Ambiente. Nach ca. einer halben Stunde war es dann vorbei und das Paar hat sich getrennt.

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Polyommatus icarus (ROTTEMBURG, 1775) 

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Polyommatus icarus (ROTTEMBURG, 1775) - Weibchen

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Altes Männchen bei Sonnenuntergang


PERLMUTTERFALTER - Großer

Heuer hatte ich das Glück einen Großen Perlmutterfalter zweimal beim Aufsuchen des Nachtquartiers zu beobachten. Die Erste Begegnung fand auf einer Waldlichtung statt. Plötzlicht huschte zielstrebig ein Falter an mir vorbei in einen dichten Horst aus Grasbüscheln. Erst auf den Zweiten Blick entdeckte ich den Schmetterling der vor Blicken gut geschützt dort drinnen die Nacht verbrachte. Die Zweite Begegnung fand auf einer Wiese statt. Nach ausgiebigen Sonnenbaden suchte er nach einigem Hin und Her ebenfalls einen dichten Grashorst zum Übernachten auf.

GrPerlmutterfalter2


GrPerlmutterfalter1

GRÜNE FLUSSJUNGFER

Als ich am heißen Spätnachmittag ein mir bekanntes Vorkommen von Ophiogomphus cecilia kontrollierte, fiel mir etwas "Grünes" in der Bachmitte ins Auge. Dort angekommen war sofort klar das hier mitten auf einem Baumstumpf der Schlupf in vollem Gange war. Ca. 10 Minuten später war ich mit der Kamera wieder zurück. Ich konnte noch 3 Fotos machen dann flog die Libelle wenige Meter entfernt in die Ufervegetation. Überrascht hat mich dabei das Tempo der Emergenz. Nur ein paar Minuten später und mir wäre nur mehr die leere Exuvie geblieben. 

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Ocecilia2



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