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Grauspecht an der Winterfütterung

Nicht schlecht gestaunt habe ich als ein Weibchen plötzlich bei meiner Winterfütterung auftauchte. Seit Jahrzehnten besteht diese Futterstation im Garten meines Elternhauses und noch nie hat sich hier diese Spechtart blicken lassen. Sofort war mein Interesse geweckt und natürlich wollte ich ein Foto von diesem seltenen Gast machen. Das war jedoch ein schwieriges Unterfangen da ich nur am Wochenende wenige Stunden Zeit hatte. Die ersten Versuche scheiterten schon am Misstrauen des Spechtes über das Tarnzelt. Er war zwar in der Nähe kam aber erst gar nicht zur Fütterung. So saß ich Stunde um Stunde bei Minusgraden in dem blöden Zelt und der Erfolg war gleich Null. Nach einigen Wochenenden ohne zählbaren Erfolg bin ich dann durch den Einsatz eines Telekonverters doch noch zu den ersten Bilder gelangt. Mittlerweile dürfte er sich doch schon an das seltsame Gebilde (Tarnzelt) gewöhnt haben und am letzten Wochenende klappte es dann auch ohne Konverter. Schwierig war es immer vorherzusehen wann er auftauchen würde. Am ehesten noch in der Früh und am Abend wobei er in der Früh der Erste und am Abend der Letzte war. Interessant auch noch das der zwar kleinere aber agressivere Buntspecht immer die Oberhand behielt wenn es zu Streitigkeiten ums Futter kam. Zusammen gezählt habe ich gut und gerne 30 Stunden für die ersten brauchbaren Bilder in der Kälte verbracht. Ich bin schon gespannt ob er im kommenden Winter wiederkommen wird und hoffe das dies nicht die letzten Bilder der scheuen Dame waren.

 MG 7194


Grauspecht4
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