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Keilfleck-Mosaikjungfer (Aeshna isoceles)

Einer der bleibendsten Eindrücke bezüglich Libellen hatte ich als ich das Erste Mal ein stehendes Gewässer in den Donauauen besuchte und plötzlich diese Spezies mit den tiefgrünen Augen wie ein Hubschrauber vor mir stand. Sie beäugte mich einige Sekunden lang um dann den Revierkontrollflug fortzusetzen. Da ich diese Art noch nie gesehen hatte wälzte ich zuhause die entsprechende Bestimmungsliteratur und es war dann sehr schnell klar das es sich um die oben genannte Libellenart handelte. Seither beobachtete ich diese Mosaikjungfer immer wieder und da sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Aeshniden immer wieder absetzt konnte ich sporadisch ein paar Fotos machen.

Keilfleckmosaikjungfer1

Die Keilfleck-Mosaikjungfer ist ab Mitte Mai an den Reproduktionsgewässern anzutreffen. Schlüpftermin also wahrscheinlich ab Ende April. Dann kann ich sie an schilfbewachsenen Stillgewässern regelmäßig antreffen. Interessant war das Verhalten bei einem Gewitter mit Regen. Erst als es wirklich in Strömen regnete flog ein Männchen in Richtung Bäume ab. Bis dahin war Fressen angesagt und auch starke Windböen vom nahenden Gewitter konnten es nicht davon abhalten. Meist findet man sie patrouillierend  am Gewässerrand oder sie sitzen an Schilfhalmen oder Blättern. Meist jedoch nur für kurze Zeit. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne beginnt das "Flügelzittern" und sie fliegt wenig später ab.

Keilfleckmosaikjungfer2

Auch am Abend kann man sie noch jagend im Revier antreffen wenn zum Beispiel von Anax imperator schon längst nichts mehr zu sehen ist. Die Beiden Arten treffen immer wieder aufeinander. Außer einigen kurzen Flugattacken gibt es keine größeren Reibereien.

Keilfleckmosaikjungfer3

Nur circa 2 Minuten brauchte dieses Männchen hier um in der Früh auf und davon zu fliegen.

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